Seit 2003 sind die Fell Ponys auf dem Hof am Schieferberg zu Hause. Hier leben sie artgerecht im Herdenverband und werden neben der Zucht auch zum Reiten, Fahren und für den Reitunterricht eingesetzt. Die Ponys stammen direkt aus England, aus Frankreich, den Niederlanden und aus deutscher Zucht und werden regelmäßig auf Zuchtschauen präsentiert, wo wir schon einige Erfolge erzielten.
Seit Jahrhunderten durchstreifen Fell Ponys die Hügel und Hochmoore des englischen Nordens, eine robuste, einheimische Rasse mit ausgesprochen gutem Temperament und hoher Intelligenz. Als vielseitige Reit- und Fahrponys erfüllen sie vielfältige Aufgaben: ihr Kaliber macht sie für Erwachsene, ihre Grösse für erfahrene Kinder geeignet.
Die Leichtrittigkeit und der schnelle Schritt gepaart mit grosser Trittsicherheit in rauhem, unebenen Gelände machen das Fell zu einem vielseitig verwendbaren Reitpony. Fells finden Verwendung im Freizeitreiten, im Jagdreiten, beim Springen, bei Langstreckenritten, im Fahrsport, bei Pony Shows und in der Landwirtschaft:
"Es gibt keinen falschen Job für ein Fell."
Bei der Zucht reproduzieren sich die Fell Ponys mit großer Typ-Treue. Nicht grösser als 142,2 cm kommen sie als Rappen, Torfbraune, Braune oder Schimmel vor.
Ein Stern und /oder weiß an oder unterhalb des Fesselkopfgelenkes des Hinterfusses ist akzeptiert.
Der kleine, gut geformte Kopf ist gut aufgesetzt und verjüngt sich von der breiten Stirn hin zu den weiten Nüstern.
Die Augen sind auffallend, strahlend, sanft und vermitteln den Eindruck von Intelligenz.
Die Ohren sind klein und gut geformt. Kehle und Kiefer sind fein, ohne Anzeichen von Grobheit.
Der Hals ist von gut proportionierter Länge und gibt dem Reiter durch seinen Aufsatz das Gefühl, "viel vor sich zu haben.".
Die Schulter ist am Widerrist weder zu fein noch zu schwer, das Schulterblatt lang mit gut entwickelter Muskulatur.
Der Rücken ist kräftig, kurz und gut geschlossen, die Lenden sind muskulös, der Körper ist rumpfig und rundrippig mit reichlich Herzraum.
Die Hinterhand ist quadratisch und kräftig mit gut angesetztem Schweif.
Die runden, offenen Hufe sind wohlgeformt mit blauem Horn; die Fessel schräg, aber nicht zu lang.
Die Vorderbeine sind gerade, muskulös, die Ellbogenfreiheit nicht eingeschränkt. Das Vorderfusswurzelgelenk ist gut geformt, die flache Röhre ist kurz und sehr kräftig (Umfang zumindest 20 cm).
Die Hinterbeine zeigen muskulöse Ober- und Unterschenkel, die Sprunggelenke sind klar geschnitten, die Knochen unterhalb der Gelenke kräftig. Die Hinterbeine sind weder kuhhessig noch fassbeinig.
Der üppige (feine, nicht rauhe) Kötenbehang, mit Ausnahme des Behanges der Fesselköpfe, kann im Sommer teilweise abgeworfen werden. Mähne und Schweif bleiben ungetrimmt.
Der Schritt ist energisch und korrekt, der Trab mit guter Aktion des Vorderfusswurzelgelenkes und des Sprunggelenkes balanciert; die Bewegung kommt aus der Schulter, die Sprunggelenke werden deutlich gebeugt, die Hinterbeine weder zu breit noch zu eng geführt. Viel Gang und Ausdauer, die Hinterbeine werden gut untergesetzt.
Fell Ponys werden lebhaft, aufmerksam und von eisenharter Konstitution gewünscht, zeigen die für Ponys typischen Charakteristika und die unverwechselbare Erscheinung des harten Bergponys.
Die Fell Pony Society (FPS) führt das Ursprungs-Zuchtbuch der Rasse.